SINN UND ZWECK DES SCHREIBENS

 


Thérèse Major schreibt, um ihren Ideen und Erlebnissen Gestalt zu verleihen. Sie freut sich am Spiel mit Worten und Situationen, sie genießt es, diese auf Papier festzuhalten und zu sehen, wie daraus ein Gedicht oder eine Geschichte entsteht. Und sie ist restlos glücklich, wenn sie sieht, dass auch ihre Leser und Leserinnen an den Texten Freude haben. Bei ihrer Arbeit schöpft sie aus einem großen Wortschatz und legt viel Wert auf korrekte Rechtschreibung und Syntax.

Thérèse Majors Schreibstil lässt sich am besten als realistisch und humorvoll beschreiben. Die Personen in ihren Geschichten haben Träume und Phantasien, verlieren sich aber nicht in einer Scheinwelt. Schon beim geringsten Versuch stellt Thérèse sie gleich wieder mit beiden Beinen auf den Boden.

Selbstkritik und Selbstironie sind bei ihr ebenso an der Tagesordnung wie ein kritischer und spöttischer Blick auf das Umfeld. Auf diese Weise können sich die Charaktere entfalten und genau dieses Ziel hat (Lehrerin) Thérèse auch. Nichtsdestotrotz ist sie sich sehr wohl dessen bewusst, dass ein Mensch ist, wie er ist und nicht immer nur lernen möchte. Das gilt auch für sie selbst. Um das Spannungsfeld zwischen Macht und Ohnmacht, Unwillen und Wollen in seiner breiten Vielfalt zu zeigen, dient unter anderem auch die Literatur.

Thérèse Major schreibt am liebsten in der Form des Ich-Erzählers, die es den Leserinnen und Lesern ermöglicht, den Protagonisten ganz nahe zu sein.

Handlungsort

Viele der von Thérèse Major geschilderten Tatsachen wurden der Realität entnommen. Die Orte, Häuser und Straßen, an denen sich ihre Figuren befinden, gibt es wirklich. Häufig versieht sie sie aber mit anderen, passenden Namen, damit der Leser sich leicht hineinversetzen kann.

Thematik

Thérèse sucht sich die Themen nicht, sie ergeben sich einfach, sei es aus dem direkten Umfeld, aus ihrer eigenen Biografie oder aus der anderer. Häufig behandelt sie vertraute Themen, wie Ereignisse, die eine Familiensituation verändern; gegensätzliche Bestrebungen wie Handeln im Eigeninteresse oder im Sinne des Gemeinwohls und Freundschaft contra Einsamkeit.

Ungarn spielt für Thérèse stets eine wichtige Rolle. Einerseits, weil das Land ganz besonders gefällt und andererseits, weil sich das Land einladend und gastlich wie es ist, leicht beschreiben lässt. Thérèse schreibt nicht autobiografisch, bringt sich aber mit ihren persönlichen Erfahrungen in die Geschichten ein.

Sprachkenntnisse


Obwohl Thérèse Major einen ungarischen Vater hatte, spricht sie nur Niederländisch, Französisch, Deutsch und Englisch (sowie in bescheidenem Maße Westfriesisch). Dass der Vater ihr Ungarisch nicht beigebracht hat, bedauert sie bis heute, denn das Ungarische ist mit seiner Vokalharmonie und der melodischen Syntax ein wahrer Ohrenschmaus.

Da sie regelmäßig nach Ungarn fährt, konnte sie sich dank ihrer sprachlichen Begabung redlich beibringen, sich auf Ungarisch verständlich zu machen – was selbstverständlich auch zeigt, wie sprachbegabt die Ungarn sind …

Thérèse schreibt ausschließlich in niederländischer Sprache, das aber mit einem leicht östlichen Hauch.

Ihre Inspirationsquelle

Thérèse beobachtet Menschen gern und sie ist eine gute Zuhörerin. Mit ihrem nahezu fotografischen Gedächtnis macht sie sich Situationen und Orte eigen. Aus diesen Beobachtungen entstehen ihre Geschichten. Das schönste Buch, das herrlichste Lied oder der faszinierendste Film – sie alle handeln vom wahren Leben.

Ihre Wünsche

Gerne würde Thérèse ihre schriftstellerische Arbeit erweitern und Filmemacher sein. Filme machen, die der Realität einen tieferen Sinn verleihen.
Darüber hinaus würde sie gerne häufiger malen. Die Kommunikation der Farben Gelb mit Orange, Rot mit Schwarz, Lila mit Blau und ab und an etwas Dunkelbraun oder eine weiße Linie oder ein Punkt, das ist ein Prozess, in dem sie sich voller ungebremster Begeisterung, beziehungsweise mit ‚flow’, verlieren kann, wie der ungarische Psychologe Mihály Csikszentmihályi (*) zu sagen pflegt.

Und schließlich fände sie es wunderbar, wenn zu manchen ihrer Texte Melodien komponiert werden würden.

(*) Sprich: Mihai-i Tschick-sent-mihai-i
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